david krakauer
David Krakauer zählt als Klezmer-, Jazz- und Klassikinterpret zu den international führenden Klarinettisten. In den 1990er Jahren machte er sich als einer der wichtigsten Protagonisten der Wiederentdeckung des Klezmer einen Namen, zunächst als Mitglied des wegweisenden Ensembles The Klezmatics und im Rahmen der von John Zorn initiierten „Radical Jewish Culture“-Bewegung, später auch als Komponist, Bandleader und Solist. Er ist mit Künstler:innen und Ensembles wie der WDR Big Band, dem Kronos Quartet, dem Emerson String Quartet, dem Quatuor Debussy, Marin Alsop, Leonard Slatkin, JoAnn Falletta, George Tsontakis, Wlad Marhulets, Nadja Salerno-Sonnenberg, Itzhak Perlman, Uri Caine und Dawn Upshaw aufgetreten. Unter seinen zahlreichen preisgekrönten Aufnahmen finden sich Einspielungen von Osvaldo Golijovs The Dreams and Prayers of Isaac the Blind und Paul Moravecs Tempest Fantasy sowie das Klezmer-Album The Twelve Tribes, das als Jazz-Album des Jahres mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem ist er in Danny Elfmans Filmmusik zu Ang Lees Taking Woodstock zu hören. In den vergangenen Jahren realisierte David Krakauer eine Reihe von Kompositionen und Arbeiten gemeinsam mit Kathleen Tagg, darunter The Fretless Clarinet, ein Konzert für Klezmerklarinette und Orchester, die Musik zu Eric Steels Film Minyan aus dem Jahr 2020, das genreübergreifende Projekt Mazel Tov Cockail Party! sowie das immersive audiovisuelle Programm Breath & Hammer, das zuletzt 2022 im Pierre Boulez Saal zu erleben war. Er unterrichtet Klarinette und Kammermusik an der Manhattan School of Music, an der Mannes School of Music und am Bard College.